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Herstellung von Wickelrohren automatisiert

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Presseartikel vom 08.07.2011 (erschienen in der K-Zeitung)

Spezialanlagenhersteller Krah setzt durchgehend auf BSG-Steuerungssysteme

Die auf die Herstellung von Großrohr-Wickelanlagen spezialisierte Krah AG aus Schutzbach setzt als Steuerungs- und Bedienkonzept One-operate der Bruckmann und Steuerungstechnik GmbH (BSG) aus Uedem ein. Gemeinsam haben die beiden Unternehmen das Automatisierungssystem an die speziellen Anforderungen der Großanlagen angepasst.

Anlage_KrahDas Bedienterminal des One-operate-Systems ist für die Anforderungen des Wickelrohrproduktionssystems optimiertGesteuert wird dabei die Gesamtanlage, die auf dem Helicon-Extrusion-Prinzip, einem Direktextrusionsverfahren basiert. In diesem wird die Kunststoffmasse mit einem Haupt- und einem Coextruder über einen Spritzkopf zweilagig auf eine vorgeheizte Stahltrommel auftragen. Zusätzlich wird aus einem zweiten Düsenkopf ein ummantelter Stützschlauch auf die Grundschicht gewickelt. Dieser bildet das Profil des Rohres und ermöglicht eine hohe Steifigkeit bei geringstmöglichem Materialeinsatz. Die Kunststoffmasse und der Stützschlauch werden dabei spiralförmig auf die Stahltrommel aufgebracht. Hierzu liegt die Stahltrommel auf einer fahrbaren Produktionsstation auf und dreht sich mittels angetriebener Rollen in der notwendigen Geschwindigkeit um die eigene Achse. Während des Wickelprozesses wird die Produktionsstation auf einer Schienenanlage an der Extrusionseinheit vorbeigeleitet, um eine gleichmäßige Verteilung der PE-Lage zu gewährleisten. Die Anbringung einer eventuellen zweiten Schicht wird ermöglicht, indem sich der Fahrwagen wieder rückwärts bewegt. Ein großer Vorteil dieses Produktionsprozesses liegt in seiner Flexibilität. Alle Durchmesser von Wickelrohren von 300 bis 4.000 mm können auf einer Anlage gefertigt werden. Dabei beträgt die Umrüstzeit im Durchschnitt nur 15 min.

seoutfallDie Seeauslassleitung mit einem Durchmesser von 2.000 mm wird aus logistischen Gründen direkt vor Ort extrudiert
Foto: Krah
Die Automatisierung umfasst die Förderung des Rohmaterials, die gravimetrische Dosierung, den Extruder und Co-Extruder und die fahrbare Produktionsstation. Das für das jeweilige Rohr spezifische Rohmaterial wird softwaregesteuert über die gravimetrischen Dosierungen gemischt und in der Extrusionseinheit geschmolzen. Die entsprechenden Steuerrezepturen werden über das zentrale Bedienpanel ausgewählt. Weitere Sollwertvorgaben beteiligter Aggregate werden ebenfalls hierüber definiert. Der Bediener wird durch das One-operate-System logisch während der gesamten Startsequenz geführt. Für eine hohe Qualität des Rohres ist eine konstante Abzugsgeschwindigkeit überaus wichtig, so BSG. Deshalb werden die Laufräder für die Drehung des Produktionswerkzeugs und die Horizontalbewegung des Produktionsdrehgestells über speziell synchronisierte Servoumrichter angetrieben. Hierdurch wird eine gleichmäßige Bewegung und Abzugsgeschwindigkeit erreicht. Diese sei entscheidend für die konstante Wandstärke des fertigen Rohres. Um Bediener der Anlage während des Produktionsablaufs bestmöglich und intuitiv zu unterstützen, ist das Bedienterminal an die speziellen Anforderungen der Anlage gestaltet worden. „Die schrittweise Benutzerführung und die flexible Anpassung des Bedienterminals an unsere besonderen Bedürfnisse macht das One-operate-System so wertvoll für unsere Anlagen“, ist Sven Jürgens, technischer Leiter bei Krah, überzeugt.

Eine hohe Investitionssicherheit im Bereich der Automatisierungstechnik ist durch die Verwendung von Hardware namhafter europäischer Hersteller garantiert. Möglichkeiten einer Integration in die Infrastruktur eines Unternehmens erhält die Anlage durch die Ausstattung mit Bussystemen und Netzwerkschnittstellen. Für eine schnelle, unbürokratische Unterstützung in einer Notsituation ist – wie in allen Anlagen der BSG – ein Teleservice integriert. Durch eine 24-Stunden-Hotline wird in einem Notfall direkt ein Techniker der BSG erreicht.